|
|
„Unnas Honigdiebe“ – Bienenprojekt ![]() Der Bienengarten besteht nun mehr als 20 Jahre an der Schule. Neben dem Schulgarten stellt er die Keimzelle umweltbezogenen Arbeitens an der Schule dar. Schon früh wurden in dem in Zusammenarbeit mit der VHS gebauten Fachwerkhaus Bienen gehalten. Seit drei Jahren ist diese Gruppe sehr aktiv geworden. Unter Anleitung des pensionierten Lehrers Dr. Hartmut Fahrenhorst wurde die Arbeit an und mit den Bienen intensiviert. Seit zwei Jahren trägt die Gruppe den Namen
Die Gruppe besteht aus Schülerinnen und Schülern – anfangs sechs, zurzeit 12 - verschiedener Jahrgänge. Sie nehmen freiwillig an diesem Projekt teil, nicht nur Donnerstagnachmittags, sondern oft auch am Wochenende oder in den Ferien. Neben der imkerlichen Ausbildung stehen wirtschaftliche Faktoren wie Einkauf von Materialien oder der Verkauf der Produkte (Honig, Wachskerzen usw.) im Mittelpunkt.
Bei der imkerlichen Ausbildung stand der Gruppe von Anfang an das Bieneninstitut der Landwirtschaftskammer NRW in Münster zur Seite. Herr Dr. Mühlen sowie Frau Rieger luden die Schülerinnen und Schüler zu Lehrgängen ein, in denen sie an Wochenenden in den Sommerferien z.B. den Fachkundenachweis Honigverarbeitung erworben haben. Des weitern nahmen sie an einer Fortbildung für Jungimker in Münster teil. Die Schülerinnen und Schüler nehmen kostenfrei an den Lehrgängen teil: Gebühren für Teilnahme und Material übernimmt das Bieneninstitut, die Kosten für die Fahrt sowie die Verpflegung wird aus der Kasse der Honigdiebe bezahlt. Die Teilnahme wird in den Zeugnissen der SchülerInnen bestätigt.
Ziel der Arbeit in der Projektgruppe ist es, dass jeder Teilnehmer am Ende der Ausbildung mindestens ein eigenes Bienenvolk besitzt.
Schülerinnen und Schüler beim Bienenlehrgang in Münster-Hiltrup (Landwirtschaftskammer)
Dies gelingt nicht sofort, da durch Krankheiten (Varroa - Milben) Völker im Winter sterben können. Dies ereignete sich in diesem Winter. Viele Völker starben. Die Gruppe hofft auf Unterstützung durch die Imker vor Ort oder durch Bieneninstitute (Uni Bonn, Uni Bochum, LWK Münster, Uni Tübingen), will aber durch den Verkauf von Honigwaffeln in der Schule Geld für den Kauf neuer Bienen zusammensparen.
Varroa - Milben auf Drohnenbrut (Foto: WPII - Kurs, 9. Jahrgang)
Solche auch finanziellen Verluste (ca. 2000 €) können mutlos machen, aber die Gruppe wird gemeinsam weiter arbeiten. Eine große Bereicherung stellt die Mitarbeit eines Vaters in der Arbeitsgruppe dar. So können die vielen Aufgaben in der Gruppe besser bewältigt werden.
Einmal jährlich besucht die Gruppe den „Apisticus – Tag“ in Münster. Die ist ein Treffen von Imkern, Wissenschaftlern und Ausstattern. Die SchülerInnen machen dabei erste Erfahrungen mit der Arbeit auf Tagungen. Anschließend findet in Münster dann das traditionelle Pizzaessen statt. .
Unnas Honigdiebe auf dem Apisticus Tag 2007, Münster
Auftritt auf der Hauptbühne (Münster, Feb. 2007)
Seit geraumer Zeit haben „Unnas Honigdiebe“ Kontakt zum Stockumer Hofmarkt. Dort wird ein Teil des von der Bienenzucht - AG produzierten Honigs verkauft. Der weiteren werden dort zur Weihnachtszeit Kerzen und andere Wachsprodukte aus eigener Herstellung angeboten.
Im Zuge der Zusammenarbeit mit der Familie Behmenburg entstand im letzten Jahr der Plan, auf dem Gelände des Hofmarktes einen Bienenlehrpfad zu installieren. In diesem Gemeinschaftsprojekt zwischen Schule und Hofmarkt entstehen folgende Objekte:
Streuobstwiese:
Hier wurden auf einer großen Fläche von den SchülerInnen und einer Arbeitsgruppe der AWO 20 verschiedene alte Apfelbaumsorten gepflanzt (Streuobstwiesenprogramm im Kreis Unna). Die Beschilderung für diese Bäume wir von den SchülerInnen der AG vorbereitet und durchgeführt. Die Fläche selbst soll mit einer Saatmischung typischer Wildwiesenpflanzen eingesät werden (Zusammenarbeit mit Apis e.V.).
Beschilderung der Streuobstwies
Sortenliste der Streuobstwiese Stockumer Hofmarkt
Beim Pflanzen der Apfelbäume
Hecke mit verschiedenen Bienenweidepflanzen:
In dieser ca. 150 m langen Hecke werden den Besuchern des Hofmarktes, aber auch besuchenden Schulklassen und Kindergartengruppen verschiedene Sträucher und Bäume gezeigt, die für Wildbienen und Honigbienen von großer Bedeutung sind. Die Pflanzen werden im Dezember auf dem von Herrn Behmenburg vorbereiteten Gelände von SchülerInnen der Peter-Weiss-Gesamtschule gepflanzt (Pflanzmaterialien werden von der NFG bezahlt). Die Beschilderung der einzelnen Arten wird ebenfalls von den SchülerInnen der Bienen - AG und zwei Kursen des 6. Jahrgangs durchgeführt.
Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs beim Pflanzen der Hecke
|














